Dienstag, 17. April 2018

Elbfeuer im Spiegel






















Chemtrailsprühstation "Axel Stoll", Hamburg Altona. Für den bodennahen Wahnsinn :)


Foto dazu: Dockland Hamburg / Nikon D7200
Musik dazu: Rod Melancon - Southern Gothic

Samstag, 14. April 2018

Noch eins für die Statistik


















Pfeifen geht so gar nicht am Millerntor und "Buh" rufen höchstens Schlossgespenster in Kinderbüchern, der Mannschaft wird das jedenfalls nicht helfen. Andererseits fragt man sich langsam, was der Mannschaft überhaupt helfen kann. Noch ein neuer Trainer? Ein alter Trainer? Ein Trainer für den Kopf? Helfen würde jemand der Tore schießen kann, aber der müsste sich selbständig den Ball schnappen und ins Tor tragen, auf irgendwelche Vorlagen oder Zuspiele warten hat sich bisher nicht bewährt.

Was soll man überhaupt noch schreiben nach solchen Spielen, was man nicht schon etliche Male in dieser Saison geschrieben hat? Ach was red ich, in den letzten Jahren. Sie haben sich bemüht, zumindest in der ersten Hälfte, sie haben gekämpft und sind gerannt, zumindest in der ersten Viertelstunde, aber am Ende ist die Note wieder nicht ausreichend, nicht einmal mangelhaft. Bei einer 5 sollte man erkennen können, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können.

Da fehlt mir allerdings so langsam der Glaube. Wenn man sieht wie Paderborn und Münster gespielt haben wären wir momentan selbst in der dritten Liga kein Aufstiegskandidat, was eine mögliche Zukunft in wirklich düsterem Licht erscheinen lässt. Nur vier von inzwischen fünfzehn Heimspielen gewonnen, was zum Teufel soll mich hoffen lassen, dass wir in den verbleibenden zwei Heimspielen irgend etwas besser machen? Oder auswärts in Regensburg oder Duisburg etwas reißen können?

Eine eigentlich ganz passable erste Hälfte, in der man seine Torchancen kläglich versemmelt, dabei noch Glück hat, dass der Gegner seine ebenfalls nicht nutzen kann, ist in dieser Liga vielleicht gerade noch ausreichend. Lässt man den Gegner hingegen zehn Minuten vor Spielende im eigenen Strafraum Fußball spielen, ist das ungenügend. Setzen, sechs und Schuljahr einen Stock tiefer wiederholen. Bleibt nur zu hoffen, dass am Ende noch drei schlechter sind als wir, denn in dieser Verfassung werden wir auch eine eventuelle Relegation verkacken.

Bleibt wieder mal ein Spiel für die "gegen zehn Mann sind wir zu doof" Statistik, aber ein Erkenntnisgewinn war das jetzt auch nicht.

Was sonst noch gut war:
Nicht das Wetter.
Dass die Mannschaft nach den Unmutsbekundungen am Ende noch etwas positiven Support vor der Südkurve tanken konnte.

Was sonst noch schlecht war:
Schnelles Umschaltspiel aka Konterfußball. Konnten wir mal (ich erinnere mich dunkel), können wir schon lange nicht mehr.
Die Angst des Torwarts vor dem Strafraum.
Allaguis Beschleunigung.
Atzes Entschleunigung.
Menschen die vier Wochen in einem Iltiskäfig leben und danach einfach in eine U-Bahn steigen, ohne vorher ihre Klamotten zu verbrennen. Döner, Knoblauch, Pizza und Haarspray sind ja normal inzwischen, aber das war abartig.

Fotos dazu: Gegengerade Millerntor, FC St.Pauli - Union Berlin, 0:1
Musik dazu: Calexico - The Thread That Keeps Us









Sonntag, 8. April 2018

Eine kleine Hafenrunde















Der Doc sagt ich soll mich mehr bewegen, der Pappenheimer will mir deshalb Beine machen und das Wetter in Hamburg sagt ebenfalls: "Blauer Himmel, Sonne, geh raus, beweg dich!" Um 14 Uhr. Um 15 Uhr sagt es: "Hahaha, Aprilscherz! Ich hab nicht gesagt wie lange!", aber da sind wir schon am Hafen. Ein Parkplatz neben Kowalkes Fischbude, in fußläufiger Entfernung zum Dockland, weil der Pappenheimer Fähre fahren will.

Das ist wahrscheinlich nicht gerade die Bewegung, die der Arzt mir verordnet hat, da kann ich die Kilometerzähler-Äpp auch gleich wieder ausschalten. Trotzdem eine gute Idee, weil es hier außer Dock- und Legoland nicht viel zu sehen gibt und in Finkenwerder die Eis-Insel lockt. Hoffentlich haben sie das Pink Grapefruit noch.

Auf der Fähre müssen erst einmal zwei Bier gekauft werden, aber einzeln, weil die Kasseuse sonst nicht das nötige Kleingeld rausrücken will, das wir für den Fahrkartenautomaten brauchen, der keine Scheine annehmen will. Öffentlicher Nahverkehr, immer ein Erlebnis.

An Deck fotografiert der Kollege mal wieder jede Menge fremder Leute und fragt sich, ob man das noch Streetfotografie nennen kann, wenn es auf dem Wasser ist. Während er sich mit ein paar afghanischen Jugendlichen anfreundet und Mailadressen tauscht, fotografiere ich zum drölfzigsten Mal den Elbstrand und Oevelgönne, weil ich mit fremde Leute fotografieren immer noch so meine Probleme habe.

Alldieweil auf den Graffitis immer noch der Elbstrand gerettet werden muss (der Schwachsinn ist Gott sei Dank wohl vom Tisch), jammern Autofahrer in der Morgenpest jetzt darüber, dass dem geplanten Radweg auf der Elbchaussee ja Parkplätze zum Opfer fallen würden. Was für Spinner. Es gab nie Parkplätze an der Elbchaussee, ihr habt nur einfach eure Kisten da abgestellt.

Am Hafenlotsenhäuschen versauen mir zwei Köpfe die zwei besten Fotos, weshalb ich wohl demnächst noch einmal Fähre fahren muss, obwohl ich vom Hafenlotsenhäuschen bestimmt schon fuffzig andere Fotos habe, aber eben nicht dieses.

Leider gibt es heute kein Pink Grapefruit in Finkenwerder, aber Walnuss und Pistazie sind auch nicht ganz schlecht. Immerhin trifft man dort Leute, die man sonst nur alle zwei Wochen im Stadion sieht, Hamburg ist ein Dorf. Schon immer gewesen.

Der Rückweg führt uns über Oevelgönne, in den Museumshafen bzw. in die örtliche Gastronomie, zu in der Trinkstärke frei verhandelbaren Gin Tonics mit Zitrone, aber ohne Eis, weil Eis alle. In einer Bar. Kein Eis. Geschmeckt haben soll es aber, immerhin Tanqueray. Wie ich inzwischen aus sicherer Quelle hören musste, hängt die Qualität der Getränke im Sutsche aber sehr stark vom Personal ab, es gibt immer noch kein Eis und das Bier ist zu warm.

Meiner bescheidenen Meinung nach lohnt sich im Museumshafen ohnehin nur ein Fischbrötchen aus Nuggis Elbkate, da ist es direkt schade wenn man keinen Hunger hat, weil man drei Kugeln Eis essen musste.  


Fotos dazu: Hafenpanorama mit Kirchen - Fischereihafen - Toller Ort - Legoland - Dockland - Elbstrand/Oevelgönne - Hafenlotsenbrüderschaft - Möwe Nummer 5 - De oole Wach, Home of Finkwarder Speeldeel - Tiramisuhuhu - Anleger Oevelgönne/Museumshafen - Stettin, Sperber und Vollpfostenmöwen / Nikon D7200.
Musik dazu: Rod Picott - Out Past The Wires
















Samstag, 7. April 2018

Rad und Reifen
















I want to ride my bicycle
I want to ride my bike
I want to ride my bicycle
I want to ride it where I like
(Freddie Mercury)


Rad und Reifen gesehen am Anleger Finkenwerder. 


Foto dazu: Nikon D7200
Musik dazu: Zachary Richard - Gombo

Sonntag, 1. April 2018

Ostereier, Aprilscherze und andere Wunder


















Man kann sich nur wundern, da sind so etwa 12 bis 13 Mannschaften noch in der Verlosung was den Abstieg aus der zweiten Liga betrifft, die ganze Tabelle ist ein einziger wunderbarer Witz. Man kann sich nur wundern, wenn man das Gebolze auf dem Rasen betrachtet, dass auch Sandhausen nur so viel Punkte hat wie wir. Vor und nach dem Spiel. Nur halt das bessere Torverhältnis.

Das wiederum verwundert nicht, wenn unsere Elfmeter getreten werden wie Aprilscherze und wir uns Ostereier ins Nest legen lassen, über die man selbst beim Hasenvau den Kopf schütteln würde. Da stehen drei Mann verwirrt um den Ball herum und keiner schafft es den aus dem scheiß Strafraum zu befördern? Ernsthaft? Dann darf man sich nicht wundern wenn der Gegner danke sagt.

Ein Wunder ist es schon, dass wir zur Halbzeit mit 1:0 führen, weil Allagui heute nicht im Abseits steht und ein schönes Torjägertor macht, aber eben leider nur eins. Ansonsten machen die Sandhausener gewaltig Druck, als wären sie im Abstiegskampf. Laufen früh an, sind ballsicherer und können Pässe spielen die ankommen. Sogar über mehrere Meter.

In der zweiten Hälfte können wir das so gut wie gar nicht mehr. "Diese scheiß langen Bälle kommen nie an" schimpft mein Nachbar, aber eigentlich ist das ziemlich egal, weil die kurzen auch nicht ankommen. Immerhin ist der dann mal in der gegnerischen Hälfte und manchmal kann jemand schnell hinterherrennen. Wie Sami bei seinem Elfmeterabflug, bei dem ich schon befürchte, dass der Flug für den Schiedsrichter vielleicht etwas zu elegant aussehen könnte, doch er pfeift tatsächlich.

Der erste Gedanke: Scheiße, Lasse sitzt nur auf der Bank. Das ist dann auch genau der Fehler, weil Atze das zwar prinzipiell auch können sollte, aber heute gerade nicht. Heute können alle gerade nicht so recht das, was sie eigentlich können sollten. Da kommt ein Neudecker ins Spiel und du denkst aaah, endlich was Technik und Spielkultur und dann spielt der streckenweise, als hätte er das erste Mal einen Ball gesehen.

Leider liege ich auch mit meiner Vorhersage daneben, dass Buchti in der 70. Minute ins Spiel kommt und den Siegtreffer schießt, nur die Zeit stimmt ungefähr. Hätte vielleicht geklappt, wenn er nicht Atze den letzten Freistoß überlassen hätte, sind wir schon bei Fahrradkette?

Man kann sich nur wundern, wenn man sieht wer da unten auf dem Platz steht, weil man die halt auch schon ganz anders gesehen hat. Der Gedanke in dieser Saison oben mitzuspielen kam ja nicht von ungefähr, aber letzten Endes spielen wir wieder nur gegen den Abstieg, weil wir gefühlt permanent unter unseren Möglichkeiten bleiben. Davon sollten wir eigentlich mehr haben, als der Dorfverein aus Sandhausen, aber merken tut man seit Jahren nix davon.

Bleibt nur die Hoffnung, dass wir uns die für den Klassenerhalt nötigen Punkte noch irgendwie zusammenduseln. Dürften noch einige nötig sein.

Was sonst noch gut war:
Die Solidaritätstapeten für Afrin. Auch wenn das an der beschissenen Lage nichts ändert und das deutsche Publikum weiterhin behaglich in die Sessel furzen wird. Fuck Erdogan.
Lustige neue Hasenvau Sticker inkl. einer Neuauflage der Reisewünsche. Mal sehen ob man die dieses Jahr wirklich verwenden kann.

Was sonst noch schlecht war:
Nicht das Wetter! Nur kalt halt.
Die Apfeltasche auf dem Dom, selten so einen Mist weggeschmissen.

Fotos dazu: Gegengerade Millerntor, FC St.Pauli - SV Sandhausen 1:1
Getränk dazu: Minirolwoder
Musik dazu: Orange - Pagre / Dirtmusic - Bu Bir Ruya
















Dienstag, 27. März 2018

Ho ho ho und 'ne Buddel mit Rum!


















The sun came up on the Spanish sea
Our homeland far behind us
Being hunted by the King's Navy
It's sure he'd never find us
Pull away, me lads o' the Cardiff Rose
And hoist the Jolly Roger
(Roger McGuinn)

Um sich einmal im Leben wie ein richtiger Freibeuter fühlen zu können werden drei Dinge benötigt: eine gute Flasche Rum, eine ausführliche Karte der karibischen Gewässer und ein echter Klassiker der Computerspielgeschichte: Sid Meier's Pirates! Zusätzlich natürlich sehr viel überflüssige Freizeit, denn wie bei fast allen Spielen von Sid Meier ist der Suchtfaktor enorm hoch, hat man einmal damit angefangen. Noch eine Insel erkunden, noch einen Hafen anlaufen, noch eine spanische Galeone versenken, noch einen Schatz heben.... was, schon 1 Uhr durch? Mist.

Schon vor dreißig Jahren hab ich das Teil nächtelang gezockt, damals noch auf dem Amiga. Auch wenn meine Karriere als Pirat nicht sonderlich erfolgreich war, zu oft ist die Mannschaft desertiert, weil meine Schatzsuchen erfolglos im Sande der Karibik verliefen. Auf dem PC hätte ich das ein paar Jahre später gerne noch einmal versucht, aber leider haben sie die "Gold-Version" durch die miserable Steuerung völlig versaut. Dass es 2004 noch einmal eine völlig überarbeitete Version gegeben hat ist an mir völlig vorbeigegangen. Bis mir das Zockerkind gesteckt hat, dass man diesen Klassiker inzwischen für nur 2.50 Euro im Steamshop bekommen kann.

Das war es dann auch mit der überflüssigen Freizeit. Auch wenn die Grafik nach heutigen Maßstäben "nicht mehr zeitgemäß" sein mag, wichtiger als alle Grafikorgien ist immer noch der Spielspaß und der ist dreißig Jahre nach der ersten Version immer noch grandios, ob man jetzt hübsche Gouverneurstöchter durch den Saal walzert, den fiesen Marquis de Montalban mit dem Degen versemmelt oder sich in des Nachts durch feindliche Städte schleichen muss.

Vor allem aber macht es deshalb Spaß, weil ich jetzt endlich weiß wie man seine Mannschaft bei Laune hält. Alle "Lost Cities" und alle Schätze sind gefunden, meine entführte Familie befreit, die neun schrecklichsten Piraten besiegt und die schönste Gouverneurstochter geheiratet, jetzt kann "Jack Sparrow" seine Karriere beenden.

Danach fange ich vielleicht als Francis Drake nochmal an und mache mir die Spanier zum großen Feind, scheiß was auf den einen Adelstitel.


Fotos dazu: Canon SX / Screenshots
Getränk dazu: Don Papa Rum
Musik dazu: Roger McGuinn - Cardiff Rose 




  
  



Samstag, 24. März 2018

Fahr mal wieder auswärts, Digga!














Das hört sich gar nicht gut an, was da auf der Homepage steht. Nur ein sehr kleines Kontingent an Karten, Stehplätze sowieso nicht mehr, Sitzplätze sind auch schon viele weg. Alter, das ist Regensburg, wer ist so bescheuert und fährt nach Reg... oh, Moment. Nunja.

Als mich Herr L. vor einigen Wochen mit der Idee konfrontiert bin ich auch leicht geschockt. Das beste an der letzten Tour war der Biergarten vor dem Stadion und den gibt es wohl nicht mehr, seitdem die im Neubau an der Autobahn spielen. Das Spiel selber hatte ich schon fast verdrängt, ich weiß nur noch, viel schlimmer als damals kann es eigentlich nicht werden..

Also sitze ich am Mitgliedervorverkaufstag vor dem Rechner und lese mit Entsetzen, es gibt nur zwei Karten pro Mitgliedsausweis oder Dauerkarte. Ich habe einen Mitgliedsausweis und eine Dauerkarte, aber das zählt nicht sagen sie, muss also schon mal jemand versucht haben.

Kurz Herrn L. anrufen, zweiten Ausweis besorgen. Der ist nicht auffindbar, wahrscheinlich in der Firma in irgendeiner Schublade. Nächster Akt: in der Firma anrufen und unseren kleenen Ultra fragen. Der findet nichts in den Schubladen, hat aber seinen eigenen Ausweis glücklicherweise dabei und ist bereit auszuhelfen, ich muss das Ding halt nur abholen.

Zehn Kilometer in die entgegengesetzte Richtung, aber zum Millerntor kann ich dann wenigstens die Autobahn nehmen. Kurz beim Kartencenter nachgefragt ob sich das überhaupt noch lohnt, doch Sitzplätze würde es wohl noch einige geben, beruhigt mich die Kartenagentin.

Neunzig Minuten später überreicht sie mir, ohne mit der Wimper zu zucken oder nach irgendeiner Legitimation zu fragen, meine gewünschten vier Karten. Das ist ein Skandal! Ich prangere das an! Da könnte ja jeder kommen und wieso bin ich jetzt stundenlang in der Gegend rumgekachelt um Ausweise einzusammeln?

Wir sehen uns dann also demnächst im Frei- und Polizeistaat Bayern. Hoffentlich kommen wir da auch alle heil wieder weg..


Foto dazu: Jahncard / Samsung S5
Bier dazu: Hamburgs Lütte Höög, Zwickel Pils, 4.9%
Musik dazu: Matilda's Scoundrels - As the Tide Turns

Sonntag, 11. März 2018

Nicht einmal ein laues Lüftchen

















Das torlose Unentschieden gegen Nürnberg war ja nun eines der besseren torlosen Unentschieden, das haben viele gesagt. Es gab auch schon deutlich langweiligere Spiele zu sehen als das torlose Unentschieden gegen Braunschweig, aber langsam nervt es mit torlosen Unentschieden. Ist das Fußballgottes Strafe für das drei Schüsse-drei Tore-drei Punkte Spiel gegen Holzbein? Da hatten wir mehr Glück als Verstand.

Können wir nicht wenigstens einmal irgendwen souverän aus dem Stadion schießen? Nicht mal harmlose Braunschweiger? Ich will ja nix Übertriebenes, nur mal ein 3:0 oder von mir aus auch 3:1, wenn das Gegentor in der 95. fällt. Souverän halt. Oder heben wir uns das für die nächste Saison gegen Stellingen auf? Ich mein, DAFÜR hätt ich natürlich Verständnis, allein ich glaub's nicht.

Denn wir haben momentan einfach keinen Sturm, der das ermöglichen würde, nicht einmal ein laues Lüftchen. Atze knipst nur noch wenn man ihn geschickt anschießt und der Abpraller irgendwie reinflutscht, der Schneider ist immer tapfer und emsig und wuselig, aber halt auch oft überfordert und Allagui, naja. Man leidet ja auch mit, so als Fan, wenn er zum dritten Mal versucht den tödlichen Pass zu spielen, der eigentlich auch echt gut gedacht ist, dann aber trotzdem ein Braunschweiger Bein im Wege steht.

Und wenn man schon mal trifft ist es Abseits, oder der Kollege verdaddelt den einen guten Pass, weil er mit "Ball festmachen" so dermaßen beschäftigt ist, dass er keine Zeit mehr hat auch noch zu schießen. Hoffnung machen könnte der griechische Rohdiamant, doch der sitzt auf der Bank, der ist noch zu roh.

Braunschweig hat auch keinen Sturm, sieht man von zweimal Aluminium ab ist das mostly harmless, deswegen spielen auch die keine Rolle auf den vorderen Plätzen. Wer in der zweiten Liga keine Buden macht, wird es in der ersten schon gar nicht schaffen. Der letzte Sturm der uns nach oben hätte befördern können hieß Bartels/Ginczek und spielt jetzt, wen wundert's, genau da. Weder Braunschweig noch wir haben in diesen Regionen etwas zu suchen.

"Über den einen Punkt freuen, den Rest vergessen." sagt die Tresenkurve nach dem Spiel. Wir sind graues Zweitligamittelmaß, mit gelegentlichen Ausrutschern nach unten und oben. Ein oder zwei von diesen Ausrutschern nach oben würde ich diese Saison trotzdem noch gerne sehen, wenn möglich natürlich zu Hause.

Auswärts soll die Chance in dieser Saison allerdings höher sein, daher werde ich auch das wohl noch versuchen. Ob Regensburg jetzt so eine tolle Idee ist weiß ich zwar nicht, aber schlimmer als beim letzten Mal kann es eigentlich nicht werden.

Zur Not nehm ich da auch ein torloses Unentschieden.

Was sonst noch schlecht war:
Zwingzwang! Sperrungen der U-Bahn, die einen zur Regionalbahn zwingen, damit man sich am Hauptbahnhof in die volle U3 zwängen darf.

Was sonst noch gut war: 
Dass sich wieder engagierte Menschen aufgemacht haben die Schwarzhändler ein wenig zu ärgern. Das scheint auch überaus erfolgreich gewesen zu sein, ich hab von den Spacken jedenfalls keinen mehr gesehen.
Das Ziere wieder auf dem Platz steht.
Bernd "Du kommst hier ned vorbei" Nehrig.

Mehr Links:
Nice Guys Senf dazu
Stefan Groenveld


Fotos dazu: Gegengerade Millerntor, FC St.Pauli - Eintracht Braunschweig 0:0
Bier dazu: McGargles - Uncle Jim's Stout, 4.5%
Musik dazu: Bob Dylan - Bootleg Series Vol. 5 - The Rolling Thunder Revue Concert